Finanzierung der Häuser

In der WoGe wird jedes Projekt (Haus) als wirtschaftlich eigenständige Einheit betrachtet. Die entstehenden Kosten für Kauf und Sanierung bzw. Bau eines Hauses werden durch Eigenkapital und Kredite, ggf. ergänzt durch Fördermittel aufgebracht. Um von der Bank einen Kredit zu bekommen, muss ein bestimmter Prozentsatz der Gesamtkosten als Eigenmittel eingebracht werden. Das Eigenkapital insgesamt muss durch die Hausgruppe zusammen kommen. Dabei setzt die WoGe auf Solidarität der Nachbar:innen: wer mehr hat, bringt mehr ein. Bei Genossenschaftsanteilen handelt es sich um Einlagen in die WoGe, die nach Kündigung der Mitgliedschaft zurückgezahlt werden. Nicht zwangsläufig müssen die Mieter:innen selbst bereits über die finanziellen Mittel für das Eigenkapital verfügen. Für Genossenschaftsanteile gibt es ein günstiges Kreditprogramm der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und auch neue investierende Mitglieder können das Eigenkapital für ein Projekt mit aufbauen.

Die zukünftige Miethöhe für die Nutzer:innen ergibt sich aus den Kosten: den Raten der Kreditrückzahlung (und Zinsen), einem Anteil zur Rücklagenbildung für das Haus sowie einem Beitrag des Hauses zur Genossenschaft. Da diese Größen schon vor Projektbeginn recht genau ermittelt werden können, sind die Mieten langfristig stabil.