Ringvorlesung „Wohnen unter Druck: Ungleiche Betroffenheiten in der sozial-ökologischen Krise“

Wohnen steht gegenwärtig im Zentrum tiefgreifender sozial-ökologischer Transformationsprozesse, in denen sich Fragen von Klimagerechtigkeit, Wohnungsmarktentwicklung und sozialer Teilhabe neu verschränken. Die diesjährige Ringvorlesung nimmt diese Entwicklungen aus Perspektive der Humangeographie sowie der Wohnungsforschung in den Blick. Dabei werden die Wohnungsfrage und die Klimakrise als eng verflochtene Herausforderungen einer sozial-ökologischen Transformation verstanden, aber auch als konkurrierende Krisen, in deren Spannungsfeld um Aufmerksamkeiten, Ressourcen und politische Prioritäten gekämpft wird.

Im Zentrum stehen die ungleichen Zugänge zu sicherem, bezahlbarem und lebenswertem Wohnraum – und die Frage, wer auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt wird. Diskutiert werden soziale Ungleichheiten, Marginalisierungen und Wohnungslosigkeit ebenso wie Geschlechterverhältnisse des Wohnens, Care sowie alternative Wohn- und Lebensformen. Die Ringvorlesung gibt sich dabei nicht mit einer Problemdiagnose zufrieden, sondern fragt danach, welche Wege zu sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Zukünften des Wohnens führen können.

Zum Programm der Ringvorlesung 

Interview mit der Hoy31 in der aktuellen drObs

drObs ist die Dresdner Straßenzeitung, die von dem Verein DROBS e.V. herausgegeben wird, um wohnungslosen, langzeitarbeitslosen und armutsgefährdeten Menschen eine Beschäftigung und einen Hinzuverdienst zu ermöglichen.

Im September saßen wir gemeinsam im Garten der Hoy31 und sprachen darüber, wie Wohnraumknappheit und explodierende Mieten die Debatte um die Enteignung und Vergemeinschaftung von Wohnraum befeuern, wie die WoGe langfristig sichere und bezahlbare Mieten ermöglichen kann – und warum die Hoy31 unbedingt gerettet werden muss.

Lest selbst – noch besser: kauft Euch die drObs! Und unterstützt uns beim Kauf der Hoy31! Hier erfahrt Ihr, wie das geht

Von der Magie, neue Räume zu gestalten.

Gemeinsinn erleben. Voneinander lernen. Miteinander handeln.

Am 2. Oktober 2026 von 17-20 Uhr macht die Veranstaltungsreihe „Gemeinsinn auf Tour“ der Montag Stiftung Urbane Räume Station in Dresden – in Kooperation mit dem Konglomerat eV.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie gemeinwohlorientierte Orte entstehen, wachsen und langfristig gesichert werden können. Dresden verfügt inzwischen über eine Reihe bemerkenswerter Beispiele, die zeigen, welches Potenzial aber auch Herausforderungen in zivilgesellschaftlich getragenen Projekten stecken.

Die Veranstaltungsreihe begleitet die Veröffentlichung des Buches „Gemeinwohl bauen Band 2: BOB CAMPUS – von der Magie des Gemeinsinns“: https://www.montag-stiftungen.de/montag-stiftung-urbane-raeume/gemeinsinn-auf-tour

Neues Volkshaus Cotta · Hebbelstraße 35B · 01157 Dresden

Anmeldung erwünscht!

Vorstellung der lokalen Initiativen Neues Volkshaus Cotta // Lößnitzstraße 5 // Zentralwerk eG // WoGe Dresden eG 

Thementische: „Dritte Orte in Dresden – Herausforderungen & Lösungen“

  • Tisch 1: „Phase 0 – Konzeptvergabe & Erbpacht“ (Lößnitzstaße 5)
  • Tisch 2: „Nachbarschaft & Community-Management“ (Neues Volkshaus Cotta)
  • Tisch 3: „Betriebsmodelle & Finanzierung“ (Zentralwerk eG)
  • Tisch 4: „Verwalten vs. Gestalten – Langfristige Perspektiven„ (WoGe Dresden eG)

Spendenkampagne für die HOY31 gestartet

https://www.gofundme.com/f/hoy31-retten-bezahlbaren-wohnraum-sichern

Damit das Haus eine Zukunft hat, müssen zunächst wichtige Vorleistungen finanziert werden – Kosten, für die es keine regulären Kredite gibt. Genau dafür braucht die Hoy31 eine Anschubfinanzierung.

Mit diesem Crowdfunding wollen wir gemeinsam 10.000 Euro sammeln, um die unumgänglichen Startkosten zu decken:

  • Architektur & Planung: Damit wir den Sanierungsstau genau erfassen und die bauliche Zukunft des Hauses fundiert planen können.
  • Bank-Gutachten & Wertermittlung: Offizielle Unterlagen, die notwendig sind, damit die Finanzierung durch die Banken geprüft und ermöglicht werden kann.
  • Kampagnen & Öffentlichkeitsarbeit: Für Flyer, Informationsmaterial und weitere Maßnahmen, mit denen wir Menschen für investierende Genossenschaftsmitgliedschaften und Direktkredite gewinnen wollen.

Jeder Beitrag hilft dabei, die Grundlage für den Erhalt der Hoy31 zu schaffen. Wenn Ihr könnt, unterstützt unsere Kampagne gerne finanziell – oder teilt die Information in Euren Netzwerken und mit Menschen, die sich für bezahlbaren Wohnraum und gemeinschaftliches Wohnen einsetzen.

Lasst uns gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Verdrängung setzen!

👉 Unterstütze uns jetzt auf GoFundMe und hilf mit, die Hoy31 zu retten!

https://gofund.me/b26136c57

HOY 31: Haus – und Hoffest am 27.9.

Unser Haus soll erneut verkauft werden, dieses Mal werden wir aktiv!

Unser Ziel?
Wir möchten unser Haus in genossenschaftliches Eigentum überführen.

Warum Vergemeinschaftung statt Verkauf an Investor*innen?
So können Mitbestimmung, soziale Nachbarschaft und langfristig bezahlbare Mieten auch für nachfolgende Generationen erhalten bleiben. Um einen Kredit dafür bei der Bank zu bekommen, benötigen wir Eigenkapital in sechsstelliger Höhe.

Dabei brauchen wir finanzielle Unterstützung!
Und darum organisieren wir ein Hoffest am 27.9.2026 von 15 bis 19 Uhr, zu dem wir euch herzlich einladen! Bei Kaffee, Kuchen oder Kaltgetränk können wir ins Gespräch kommen.
Ihr könnt Haus und Hof kennenlernen und euch über Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Wir freuen uns auf euch!

Und am 15.9. ist ein Artikel im Neustadtgeflüster erschienen und stellt das ganze Projekt vor. Danke dafür!

Kleine Genossenschaften nicht durch neue Regelungen benachteiligen

Mit dem Entwurf für ein neues Gesetz zur Stärkung der genossenschaftlichen Rechtsform soll zu Recht dem Missbrauch der Rechtsform Genossenschaft entgegengewirkt werden. Die geplanten Neuregelungen treffen jedoch insbesondere kleine, finanziell schwächer ausgestattete Genossenschaften und können deren Arbeit erheblich erschweren.

Besonders betroffen sind Genossenschaften, die Wohnen mit gemeinwohlorientierten Nutzungen verbinden. Sie sind häufig darauf angewiesen, das erforderliche Eigenkapital durch eine größere Zahl investierender Mitglieder aufzubringen, die mit wenigen Anteilen solidarisch zur Finanzierung des Projekts beitragen.

Eine starre Grenze an dieser Stelle würde daher nicht nur missbräuchliche Modelle verhindern, sondern könnte auch legitime Projekte, die auf eine breite Unterstützer:innenschaft angewiesen sind, empfindlich behindern. Gerade diese Form der gemeinschaftlichen Finanzierung sollte durch die neuen Regelungen nicht unnötig erschwert oder faktisch verhindert werden.

Hier findet Ihr unser Stellungsnahme zur beabsichtigten Änderung des Genossenschaftsgesetzes und der dabei geplanten Einführung einer 50%-Grenze für investierende Mitglieder.

„Wir wollen hier einen sicheren Platz schaffen!“

Radio Dreyeckland aus Freiburg war in Dresden und sprach mit Catrin aus der Hoy31 über Wohnen, Nachbarschaft, über Geld, über Schutzräume, über enorme Herausforderungen und über die zukünftige „Glückseligkeit in Form von Sicherheit“.

https://rdl.de/Interview_Hoy31_Hauskauf_WoGe_Dresden_August_2026_RDL

Gemeinsam mit der Woge Dresden eG wollen die Bewohner*innen der Hoy31 ihr Haus kaufen, entwickeln, verwalten und einen sicheren Platz schaffen. Dafür braucht es Euch! Wie Ihr das Projekt unterstützen könnt, erfahrt Ihr hier: https://hoy31.woge-dresden.de/unterstuetzung/

Haus No 1 – Interview mit Robert:

Im Rahmen der Tagung „Das Gerücht über die Anderen“ im Oktober 2025 entstand ein Interview mit Robert, einem Bewohner unseres ersten Hauses. Er beantwortet Fragen zu Organisierung, Herausforderungen, Motivation und Perspektiven innerhalb der Genossenschaft.

Die Tagung ist eine Kooperation zwischen Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftun Sachsen, Hatikva e.V. und der sächsische Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG)

Alles Gentrifizierung? Wohnen zwischen Polarisierung, Aufwertung und Regulierung

Die diesjährige Ringvorlesung legt ihren Fokus auf aktuelle Prozesse und Debatten um Gentrifizierung als zentralem Ausdruck zunehmend ungleicher Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt. Thematisiert werden theoretische Erklärungsansätze, der kommunale Umgang mit und Erscheinungsformen der Gentrifizierung (u.a. Green, Tourism und Ethnic Gentrification). Ziel ist es, die Debatte im Kontext der wachsenden Unterschiede zwischen Arm und Reich sowie globaler Krisen wie Finanz-, Migrations- und Klimakrise einzuordnen. Die Vortragsreihe fragt danach, inwieweit Formen der Polarisierung des Wohnens mit dem Phänomen Gentrifizierung verknüpft sind. Damit möchte sie zu einer Schärfung des Begriffsverständnisses beitragen.

Das vollständige Programm findet Ihr hier

Das Format ist ein Kooperationsprojekt der Technischen Universität Dresden, Universität Trier, Universität Leipzig, dem Leibniz Institut für Länderkunde und dem Arbeitskreis Geographische Wohnungsmarktforschung.

Bezahlbares Wohnen? Geht’s noch!?

01.10.2025 – 17:30 Uhr , Projekttheater Dresden e.V (Louisenstraße 47, 01099 Dresden)

Die Wohnungsmärkte in Dresden und Leipzig sind extrem angespannt: Mieten steigen, bezahlbarer Wohnraum wird knapp und die Suche nach einer Wohnung wird besonders für Familien, Studierende oder Alleinerziehende zur Belastung.

Welche mietenpolitischen Maßnahmen greifen, wo braucht es Nachjustierungen beim sozialen Wohnungsbau, wie kommen wir zu mehr gemeinwohlorientierten Wohnprojekten in Sachsen? Wie kann man Wohnprojekte aufziehen? Was tun bei Problemen mit Vermietern?

Gäste:

Thomas Löser, MdL Wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag
Hanna Steinmüller, MdB Wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestag
Stephan Kühn, Baubürgermeister Dresden

Forum 1
Wohnprojekte selber aufziehen
Marion Kempe,
Geschäftsführerin bauforum dresden
Sebastian Sacht, WoGe Dresden

Forum 2
Probleme mit Vermietern – Was kann ich tun?
Torsten Abel,
Mietrechtsjurist

EIne Veranstaltung der BÜNDNISGRÜNE-Fraktion